Einzeltherapie in Aachen

In der Einzeltherapie erhalten Sie Raum für das, was Sie beschäftigt  - in einem geschützten Rahmen, in dem Ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen Platz haben.

Gemeinsam betrachten wir, was Sie belastet und welche Muster sich entwickelt haben. Daraus können neue Perspektiven und konkrete Schritte entstehen, die Ihnen mehr Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Lebensqualität ermöglichen.

Meine psychotherapeutische Arbeit basiert auf der kognitiven Verhaltenstherapie und stellt Ihre persönliche Situation, Lebensgeschichte und individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt.

Behandlungsangebot

In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Aachen behandle ich Erwachsene mit unterschiedlichen psychischen Beschwerden und Belastungen. Schwerpunkte meiner Arbeit sind Angst- und Zwangsstörungen sowie ADHS im Erwachsenenalter.

Mein Behandlungsangebot umfasst unter anderem:

Angststörungen
Panikstörung, Phobien und soziale Ängste

Anpassungsstörungen
Belastungen nach Lebensereignissen oder Veränderungen

Depressionen
Depressive Beschwerden und Erschöpfung

Essstörungen
Anorexie, Bulimie und Binge-Eating-Störung

Neurodivergenz im Erwachsenenalter
ADHS und Autismus

Persönlichkeitsstörungen
Schwierigkeiten mit Beziehungen oder Emotionsregulation 

Psychosomatische Beschwerden
Psychische Belastungen bei körperlichen Beschwerden und chronischen Schmerzen

Schlafstörungen
Ein- und Durchschlafprobleme

Trauma- und stressbezogene StörungenPTBS, weitere Traumafolgestörungen und belastende Trauer 

Zwangsstörungen und Krankheitsängste
Zwangsgedanken, Zwangshandlungen und Gesundheitssorgen

Angst- und Zwangsstörungen

Ängste und Zwänge können den Alltag stark bestimmen. Situationen werden vermieden, Entscheidungen fallen schwer oder Sorgen, Kontrollen und Rituale nehmen viel Zeit und Energie in Anspruch.

In der Therapie betrachten wir gemeinsam, wie sich Ihre Beschwerden entwickelt haben, in welchen Situationen sie auftreten und welche Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen damit verbunden sind. Dabei schauen wir auch darauf, welche Vermeidungs- und Sicherheitsstrategien die Beschwerden aufrechterhalten.

Angststörungen

‍Angststörungen können sich unterschiedlich zeigen. Bei einer Panikstörung treten wiederholt Panikattacken auf. Diese können mit plötzlich einsetzenden, intensiven körperlichen Beschwerden wie Herzrasen, Atemnot, Zittern oder Schwindel verbunden sein. Häufig entsteht zusätzlich die Angst, dass diese Empfindungen erneut auftreten oder gefährlich sein könnten.

Bei einer Agoraphobie besteht die Sorge, an bestimmten Orten keine ausreichende Hilfe zu erhalten oder nicht schnell genug entkommen zu können. Häufig vermieden werden beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Menschenmengen, Geschäfte, Reisen oder weiter entfernte Orte.
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Bei einer sozialen Angststörung steht oft die Befürchtung im Vordergrund, von anderen negativ bewertet, abgelehnt oder bloßgestellt zu werden. 

Bei einer generalisierten Angststörung bestehen häufig anhaltende und schwer kontrollierbare Sorgen, die sich auf unterschiedliche Lebensbereiche beziehen können.

Spezifische Phobien zeigen sich als intensive Angst vor bestimmten Situationen, Tieren oder Gegenständen oder körperlichen Reizen.

Zwangsstörungen

‍Bei Zwangsstörungen treten häufig aufdrängende Gedanken, Bilder oder Impulse auf, die als belastend und nicht zum eigenen Selbstbild passend erlebt werden. Ängste, Zweifel oder ein starkes Verantwortungsgefühl spielen dabei oft eine Rolle.
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Um Anspannung zu verringern oder ein befürchtetes Ereignis abzuwenden, kommt es zu wiederholten Handlungen oder gedanklichen Ritualen, zum Beispiel:

Zwangshandlungen bringen meist kurzfristig Erleichterung. Langfristig können sie jedoch dazu beitragen, dass Angst und Zwang bestehen bleiben oder sich verstärken.

Expositionstherapie

Die Expositionstherapie ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen. Sie kann dabei unterstützen, Vermeidung und Sicherheitsverhalten schrittweise abzubauen und wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen.

Die einzelnen Schritte werden gemeinsam geplant, sorgfältig vorbereitet und anschließend ausgewertet. Es geht nicht darum, Sie zu überfordern, sondern darum, neue Erfahrungen zu ermöglichen:

Expositionstherapie bei Ängsten

‍Bei Angststörungen nähern Sie sich gut vorbereitet und in individuell abgestimmten Schritten Situationen, Körperempfindungen oder Gedanken, die bisher mit Angst verbunden sind.

Das kann beispielsweise bedeuten, wieder einen bestimmten Ort aufzusuchen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, körperliche Empfindungen bewusst wahrzunehmen oder eine gefürchtete soziale Situation zu bewältigen.

Exposition mit Reaktionsmanagement bei Zwangsstörungen

‍Bei Zwangsstörungen wird die Exposition häufig mit einem schrittweisen Verzicht auf Zwangshandlungen oder Sicherheitsverhalten verbunden. Dieses Vorgehen wird Exposition mit Reaktionsmanagement oder auch Exposition mit Reaktionsverhinderung genannt. Sie setzen sich dabei mit einer gefürchteten Situation, einem Gedanken oder einem Zweifel auseinander, ohne das gewohnte Ritual auszuführen. Im Laufe der Behandlung können Sie erleben, dass Anspannung und Unsicherheit auch ohne Zwangshandlung wieder abnehmen.

Ängste & Zwänge verstehen

Die konkreten Schritte richten sich immer nach Ihrer persönlichen Situation. Mir ist wichtig, Ängste und Zwänge nicht nur als störendes Verhalten zu betrachten. Sie haben meist eine nachvollziehbare Entwicklungsgeschichte und werden durch bestimmte Bedingungen aufrechterhalten.

Gemeinsam schauen wir darauf,

Ergänzend nutze ich Elemente der Akzeptanz- und Commitment-Therapie. Dabei kann es auch darum gehen, trotz unangenehmer Gedanken und Gefühle wieder stärker nach den eigenen Werten zu handeln.

Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e. V. ist es mir wichtig, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in meine Arbeit einfließen zu lassen und zu einer verbesserten Versorgung von Menschen mit Zwangserkrankungen beizutragen.

ADHS im Erwachsenenalter

ADHS zeigt sich nicht bei allen Menschen in gleicher Weise. Neben Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Impulssteuerung können unter anderem folgende Themen eine Rolle spielen:

Viele Betroffene entwickeln über Jahre eigene Strategien, um diese Schwierigkeiten auszugleichen. Dadurch bleibt ADHS - insbesondere bei Menschen mit hohen Anpassungsleistungen - manchmal lange unerkannt.

Im Laufe der Zeit können Überforderung, Selbstzweifel, Erschöpfung oder das Gefühl entstehen, trotz großer Anstrengung hinter den eigenen Möglichkeiten zurückzubleiben. Zusätzlich können depressive Beschwerden, Ängste oder Schlafprobleme auftreten.

Mein Blick auf ADHS und Neurodiversität

In meiner Arbeit verbinde ich eine neurodiversitätssensible Perspektive mit einer sorgfältigen und wissenschaftlich fundierten Diagnostik und Therapie. Eine diagnostische Einordnung kann helfen, die eigene Lebensgeschichte besser zu verstehen und frühere Erfahrungen neu einzuordnen.

Menschen unterscheiden sich darin, wie sie Aufmerksamkeit, Reize, Motivation und Gefühle verarbeiten. Entscheidend ist, wie sich die individuellen Besonderheiten im jeweiligen Lebensumfeld auswirken und welche Unterstützung hilfreich sein kann.

Diese neurodiversitätssensible Perspektive fließt auch in meine Gruppentherapie ein. Dort betrachten wir unterschiedliche Formen der Aufmerksamkeits- und Reizverarbeitung sowie deren Auswirkungen auf Motivation und Alltag.

Sie haben Interesse an einer therapeutischen Zusammenarbeit?
Schreiben Sie mir gerne. Ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Kontakt

 Häufige Fragen zur Einzeltherapie in Aachen

Wie beginnt eine Psychotherapie in Aachen?

Zu Beginn findet in der Regel eine psychotherapeutische Sprechstunde statt. Dabei besprechen wir Ihr Anliegen und klären gemeinsam, welche Unterstützung für Sie passend sein könnte.

Im Anschluss können bis zu vier probatorische Sitzungen stattfinden.

Was sind probatorische Sitzungen?

Probatorische Sitzungen dienen dem gegenseitigen Kennenlernen, der diagnostischen Einschätzung und der gemeinsamen Klärung Ihrer Therapieziele. Dabei können Fragebögen und weitere diagnostische Verfahren zum Einsatz kommen.

Sie erhalten die Möglichkeit, meine Arbeitsweise kennenzulernen und zu prüfen, ob Sie sich eine therapeutische Zusammenarbeit vorstellen können.

Wie lange dauert eine Therapiesitzung?

Eine Therapiesitzung dauert in der Regel 50 Minuten.

Wie häufig finden die Sitzungen statt?

Die Sitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich statt. Je nach Therapiephase, Anliegen und individuellem Bedarf kann auch ein anderer Rhythmus sinnvoll sein. In späteren Therapiephasen kann beispielsweise eine vierzehntägige Frequenz vereinbart werden.

Die Sitzungsfrequenz wird regelmäßig gemeinsam überprüft und an den Therapieprozess angepasst.

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Die Dauer einer Psychotherapie hängt unter anderem von der Art und Ausprägung der Beschwerden, ihrem bisherigen Verlauf und den vereinbarten Therapiezielen ab.

Eine Verhaltenstherapie beginnt in der Regel als Kurzzeittherapie mit bis zu 24 Sitzungen. Wenn darüber hinaus weiterer Behandlungsbedarf besteht, kann anschließend eine Langzeittherapie mit weiteren 36 Sitzungen beantragt werden.

Was ist Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes psychotherapeutisches Verfahren. Als kognitive Verhaltenstherapie richtet sie den Blick auf das Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen, körperlichen Reaktionen und Verhalten.

Gemeinsam betrachten wir aktuelle Belastungen, wichtige Lernerfahrungen und Bedingungen, die Ihre Beschwerden möglicherweise aufrechterhalten. Darauf aufbauend entwickeln wir konkrete und alltagsnahe Möglichkeiten für Veränderung.

Je nach Anliegen können belastende Gedanken bearbeitet, Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten abgebaut oder Expositionsübungen durchgeführt werden.

Kann ich Online- und Präsenzsitzungen kombinieren?

Je nach Therapiephase und Anliegen kann eine Kombination aus Präsenz- und Videositzungen sinnvoll sein. Ob und in welchem Umfang Online-Therapie möglich ist, hängt vom individuellen Behandlungsbedarf und den organisatorischen Rahmenbedingungen ab.

Bestimmte diagnostische oder therapeutische Inhalte können eine Behandlung in Präsenz erforderlich machen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Online-Therapie.

Was passiert in einer Therapie bei Panikattacken?

Zunächst betrachten wir, wie die Panikattacken entstehen und welche körperlichen Empfindungen, Gedanken und Verhaltensweisen sie begleiten. Dabei kann auch die sogenannte Angst vor der Angst eine Rolle spielen.

Ein möglicher Bestandteil der Behandlung ist die interozeptive Exposition. Dabei werden typische körperliche Empfindungen einer Panikattacke, beispielsweise Herzklopfen, Schwindel oder beschleunigte Atmung, in therapeutisch geplanten Übungen kurzzeitig hervorgerufen.

So können Sie erfahren, dass diese Empfindungen zwar unangenehm, aber nicht automatisch gefährlich sind und wieder abklingen können. Interozeptive Übungen werden nur eingesetzt, wenn sie für Sie geeignet und medizinisch vertretbar sind.

Was ist eine Agoraphobie und wie wird sie behandelt?

Bei einer Agoraphobie entstehen starke Ängste an bestimmten Orten oder in bestimmten Situationen. Häufig besteht die Sorge, im Notfall keine Hilfe zu erhalten oder eine Situation nicht schnell genug verlassen zu können.

Deshalb werden beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel, Menschenmengen, Geschäfte, Kinos, Warteschlangen oder Reisen vermieden. Manche Betroffene verlassen ihre Wohnung nur noch in Begleitung.

In der Therapie betrachten wir, welche Situationen Ihnen Angst machen und welche Gedanken, Vermeidungs- oder Sicherheitsstrategien damit verbunden sind. Anschließend können Sie sich den angstauslösenden Situationen schrittweise und gut vorbereitet stellen. Ziel ist es, Vermeidung zu verringern und Ihre Bewegungsfreiheit im Alltag zurückzugewinnen.

Muss ich sofort über alle Zwangsgedanken sprechen oder Zwangshandlungen unterlassen?

Nein. Sie entscheiden gemeinsam mit mir, welche Gedanken, Bilder, Impulse und Rituale für die Behandlung relevant sind und in welchem Tempo Sie vorgehen möchten. Auch der Verzicht auf Zwangshandlungen, Kontrollen, Rückversicherungen oder Sicherheitsverhalten wird in der Regel schrittweise aufgebaut. Die Behandlung erfolgt in einem geschützten und wertschätzenden Rahmen.

Wer übernimmt die Kosten für eine Psychotherapie?

Informationen zur Kostenübernahme finden Sie auf der Seite “Kosten”.

Verschreiben Sie auch Medikamente?

Nein. Medikamente werden im Rahmen einer ärztlichen Behandlung verordnet, beispielsweise durch Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie oder Neurologie.

Wenn eine medikamentöse Behandlung sinnvoll erscheinen könnte, können wir gemeinsam besprechen, welche ärztliche Abklärung und welche nächsten Schritte infrage kommen.